Der Meister himself


Die Schule in der
Öffentlichkeit

Schuloper zum
1000jährigen Stadtjubiläum 1985

in Zusammenarbeit mit der Musikschule der Stadt Hilden

EMPFANG BEIM KURFÜRSTEN

Ein Bericht aus der Schülerzeitung "Fabryziert" (4/1985)

Der Fürrscht C.u. A ? Am 3. September 1985 versammelten sich Schüler der Wilhelm-Fabry-Realschule, Lehrer, Eltern und andere Hildener Bürger in der Stadthalle, um die Schuloper "Empfang beim Kurfürsten" zu sehen.

Die Schüler hofften, daß es lustig wird und lange dauert. Einige Lehrer erwarteten Spannung und Unterhaltung.
Die Zuschauer erwarteten, das es lustig wird.

Andere sagten, daß sie hoffen, daß die Darsteller zufrieden sind und gerne daran zurückdenken.

Auch Frau Dr. Ellen Wiederhold (*) sagte, was sie von dem Stück erwartet:
" Ich glaube, die Leute, die hier sind, werden ihre Freude haben."

Frau Regierungsdezernentin Männicken-Geyer erwartete etwas Lustiges und Unterhaltsames.


Die Orchestermitglieder waren ziemlich nervös und Herr Hentschel (Orchester und Chorleitung) gab bis kurz vor der Aufführung noch Anweisungen.


1. Szene

Der Vorhang war noch zu, da kamen zwei Mägde (Claudia Uphoff, Manuela Braun) auf die Bühne.
Sie gaben einen kurzen Überblick über Jan-Wellem. Der Nationalheilige der Düsseldorfer und rechtsrh. Kölner
Dann ging endlich der Vorhang auf.

Da waren Marktfrauen, Kinder und ein Dorfpolizist.
Alle waren in alten Trachten gekleidet. Es war Musik zu hören.
Das ging eine Zeitlang so, dann fiel im Publikum der Kommentar:
" Wenn die so weiter machen, haben die bald ein Paar Schuhsohlen durch."
Dann kam endlich Action !

Kleine Kinder tanzten und sangen, ein Kommentar: "Ist das niedlich."
Danach kam wieder normales Marktleben. Bevor die Klatschweiber (Andrea Weiand, Carmen Arteaga, Tanja Brataschek) zu Worte kamen, sangen die Kinder.
Zwischendurch klatschten die Klatschweiber noch ein wenig weiter.
Dann wieder normaler Markttag.
Hans Spiecknagel (Klaus Kuhl), Franz vom Sand (Tillmann Siebott) und Peter vom Wutzhof (Marcel Klee) traten ein und sagten, wie es ihnen beim Kurfürsten ergangen ist.

Sie erklärten es mit Bildern.
Gerade als sie fertig waren, kam der Dorfpolizist (Bernd Nestrojil) und verhaftete die Drei. Das war das Ende der ersten Szene.

Nach der ersten Szene, traten die Mägde wieder vor und erläuterten die nächste Szene.
Kommentar: "War super bis jetzt."

2. Szene

Es wurde ein Gerichtssaal dargestellt. Rundherum singen Kinder.
Nachdem der Richter (Michael Simon) und seine Beisitzer (Stephan Gemm, Thorsten Kubat) eingetreten waren, ging die Gerichtsverhandlung los.
Franz vom Sand (Tillmann Siebott) spielte seine Rolle besonders gut.
Die Szene endete damit, das Hans Spieknagel (Klaus Kuhl) hinter Gittern saß.
Auch die Mägde gaben dazu ihren Kommentar ab. Schließlich war Pause.

(c) Karl-Heinz Sieger

Das Publikum war der Meinung, daß es eine gelungene Sache und unheimlich natürlich dargestellt war.
Außerdem war es ein riesiger Erfolg. Auch unsere englischen Gäste waren begeistert.
Frau Dr. Wiederhold fand es wunderschön und schade, daß es nur einmal aufgeführt werden sollte.



Nach der Pause war das Publikum zuerst unmöglich.
Das Orchester wollte anfangen, doch einige konnten das Klatschen nicht lassen.
Erst als Frau Dr. Wiederhold aufstand und sagte:
"Jetzt bitte ich mir aber Ruhe aus!" wurde es still. Das Spiel ging weiter.

3. Szene

Wer saß da und sang ?
Bei wem fingen die Schüler an zu toben und zu grölen ? Bei unserm Chef !
Bis das Stück weitergehen kannte, dauerte es noch eine Weile.
Wir haben uns nicht mehr eingekriegt.
Als Herr Eckerth dann noch Anspielungen auf die Pflasterung der Fußgängerzone machte, war alles aus.

Am Ende kamen alle Mitwirkenden auf die Bühne und sangen mit den Kindern.
Das Publikum ging voll mit.
Frau Dr. Wiederhold meinte nach der Aufführung: " Das sind wirklich Künstler!" Einige Zuschauer sagten, daß sie es gerne noch einmal sehen würden.
Andere Kommentare waren:" Toll; Super; ..also das mit dem Herrn Eckerth ..."

Zusammenfassung:
Das Publikum war begeistert und die Darsteller waren zufrieden.
Ich würde mich freuen, wenn die nächste Schuloper auch so ein Erfolg würde.

(Jungtheaterkritikerin) Conny Stolz (C.S.) 10c
P.S. Der Artikel wurde vor der zweiten Aufführung geschrieben.

(*) Dr. Ellen Wiederhold, langjährige Bürgermeisterin der Stadt Hilden.
Als Autor gibt sich der damalige Schulleiter Hans-Günter Eckerth zu erkennen.
Er hat eine bekannte Vorlage "hildanisiert".

Stand: 05.1.2003
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