Der Meister himself


Staunenswertes
über
Lehrer und Schüler
z.B. aus "FABRYZIERT"

  Lehrer und Schüler - Schüler und Lehrer
ein unerschöpfliches Thema

von Dietmar Jendreyzik

Wenn ein Schüler fehlt, stört das niemand.
Wenn einer Lehrer fehlt, klemmt der Schulbetrieb schon.
Wenn 10 Schüler fehlen, geht der Schulbetrieb ungestört weiter.
Wenn 10 Lehrer fehlen, steht der Schulbetrieb still.

Was lernen wir daraus:
Die differierende Wichtigkeit von Lehrern und Schülern - auch im Abhängigkeitsverhältnis untereinander - ist von vornherein unstrittig.
Hier der beauftragte Wissensvermittler, dort der noch Unmündige, der kein Wahlbürger und wahrscheinlich auch kein Steuerzahler ist, kann das gut gehen ?
Die Ausgangssituation und die Interessenlagen sind so unterschiedlich, daß zum Gedeihen des Miteinanders eigentlich nur "runde Tische" und kundige Moderation helfen würde !

Aus dieser Erkenntnis ergibt sich seit dem regulären, d.h. staatlich organisierten Schulbetrieb seit knapp 300 Jahren (in Preußen) ein Spannungsverhältnis zwischen den Lehrenden und den Lernenden.
Hinzu kommt die unerklärliche Unlust junger Menschen, die Unwissenheit (gelegentlich sogar Dummheit) abzulegen zugunsten einer breitangelegten Bildung, die das Erkennen der Zusammenhänge im Leben erleichtert und es somit gestaltbar macht.

Wahrscheinlich hat die Evolution hier einen kleinen Durchhänger gehabt, der nun nicht weggemendelt werden kann, sondern im staatlichen Auftrag minimiert werden muß, damit die "Aufklärung" immer wieder neu Einzug halten kann in Köpfe und Herzen eines Jeden.

Blicken wir in die gemeinsame Vergangenheit, es sind nur knapp 300 Jahre vergangen

Der Vater vom Alten Fritz Am 28.Oktober 1717 verordnet der (Soldaten) König Friedrich Wilhelm I. die allgemeine Schulpflicht:

"Wir vernehmen missfällig und wird verschiedentlich von denen Inspectoren und Predigern bey Uns geklaget, dass die Eltern, absonderlich auf dem Lande, in Schickung ihrer Kinder zur Schule sich sehr säumig erzeigen, und dadurch die arme Jugend in grosse Unwissenheit, so wohl was das lesen, schreiben und rechnen betrifft, als auch in denen zu ihrem Heyl und Seligkeit dienenden höchstnötigen Stücken auffwachsen laßen.."



Wer mehr zu diesem Thema wissen möchte, klickt bitte hier: Preussenchronik

Tja, so ergeben sich Geschichten und Geschichtchen aus dem Leben von Lehrern und Lernenden, von Faulpelzen hüben wie drüben, engagierten Pädagogen und freudebereitenden Schülern, usw., die auch in der Schülerzeitung FABRYZIERT ihren Platz hatten, in dem man z.B. Who is Who ? einführte und gelegentliches Anhimmeln von Lehrern öffentlich machte.

Blättern wir mal tüchtig herum; anzubieten hätten wir auch die Seiten Sprücheklopfer

Glaube und Hoffnung
von Inge Sich

(Lehrerbeitrag für die Schülerzeitung Fabryziert Nr. 5/1986)

Inge Sich 2000 Wer der Ansicht ist, daß der Glaube an Gott und das Vertrauen in die Zukunft bei unserer Jugend geschwächt sind, der irrt - zumindest teilweise.

In besonderer Weise scheinen die Schüler sich auf das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg zu verlassen. Dort werden bekanntlich diejenigen, die um die zwölfte Stunde anfangen, in gleicher Weise entlohnt wie die Fleißigen, die vom Anfang des Tages an gearbeitet haben.
(siehe Matthäus 20)

Dieses Beispiel göttlicher Gnade ist sicher sehr tröstlich. Was aber veranlaßt viele Schüler, eine solche Haltung auch von ihren Lehrern zu erwarten, die sie doch im allgemeinen für weniger göttlich halten ? Zudem sind diese Schüler doch auch sonst weit davon entfernt, die Schule für den Himmel auf Erden zu halten. Richtigstellung: An unserer Schule arbeiten wir zwar manchmal im Team, was aber nicht mit Intimarbeit zu verwechseln ist.

 

W A N T E D

Die besagte Person ist klein, um nicht zu behaupten, sehr klein. Sie hat eine leicht spitze Nase, was ihrem Gesicht einen neugierigen Ausdruck verleiht, die aber trotzdem nicht unangenehm auffällt.
Ansonsten fetzt sie öfter wie eine Wilde über Treppen und Schüler, unserer geliebten (seufz) Schule. Ich würde behaupten, sie hat ein etwas hitziges Temperament, aber dadurch wird man eigentlich nur beim Schlafen in der Schule gestört. Um die Schüler wachzuhalten, läßt sie sich hin und wieder einen kleinen Gag oder Ähnliches einfallen, den man entweder für die Schülerzeitung oder um später anständig lästern zu können, mitkriegen muß.

Naja, wenn sie mal wieder über eine der zahlreichen Taschen gestolpert ist oder wir in der AG vor Lachen unter den Bänken hängen, kann sie schon zetern wie ein Rohrspatz.

Ich möchte ja nicht lästern, aber manchmal stehen ihr im wahrsten Sinne des Wortes die Haare zu Berge ... in der Kürze liegt die Würze, und das kann bei ihr ja nun wirklich keiner abstreiten, oder ???

Da die beschriebene Person meiner Meinung nach ausreichenden Humor hat, wird sie mir wohl nicht den Regenschirm um die Ohren schlagen, obwohl ich es nicht auf andere Situationen ankommen lassen möchte ... also dann...Lehrer sind eigentlich doch was zum Lachen, oder ???

Nicole Hesse 10c aus Fabryziert 3 / 1985

ABER HALLO !!!

Wer ist denn die kurze Blonde da? Ist die aus der Zehnten? Nee, Moment mal, das ist doch die, die in Chemie da vorne steht und versucht, den Schülern etwas beizubringen. Auf Deutsch: Wir haben eine Chemielehrerin! Ist das nicht toll ? Tja, aber nicht nur Chemie ist ihr Fach, sondern auch Sport (siehe Volleyball AG). Nun ja, jetzt wißt ist Ihr ja alle wen wir meinen oder etwa nicht ? Mit diesem Artikel heißen wir Frau Kretschmer willkommen.

S.J. und C.S. 10c - aus Fabryziert 4/1985

Steckbrief 1
Er ist groß, leicht untersetzt, und er hat einen schönen, braun-grau melierten Haarschopf, der, zur Krönung der Schönheit, mit drei überaus niedlichen Wellen verziert ist, die von einem der etwas älteren Lockenstäbe stammen könnten.

Er trägt eine unübersehbare Brille, durch die er Dinge (z.B. Schulhof verlassende Schüler) sieht, die er ohne diese Brille wohl nicht sehen würde.

Er ist eigentlich ein lieber Kerl.
Auch wenn die Hausaufgaben manchmal sehr gesalzen sind, ist er im Unterricht stets beherrscht und nie ausfallend. Er hat auch meistens ein nettes Lächeln (passend zu den drei Löcklis) für die gestreßten Schüler übrig.

Manchmal hat er eine etwas feuchte Aussprache (siehe nasse Flecke auf Hefte, Büchern und Tischen), doch auch das kann man verzeihen, wenn man diesen gutaussehenden, stets korrekt gekleideten Mann im besten Mannesalter sieht.

Catrin Oberschür 10 b aus Fabryziert 4 / 1985

 

  STECKBRIEF 2
Die gesuchte Person ist weiblich und ich kann wohl behaupten, daß ich keineswegs übertreibe, wenn ich sage, daß sie nicht unbedingt zu den stillsten Lehrern unserer Schule gehört.

Ihre besondere Vorliebe ist es, ihre völlig erschöpften und total entnervten Schüler hier und da mit einem kleinen Witz aufmuntern zu wollen. Doch selbst diese zweifellos gutgemeinten Versuche reichen meist nicht aus, um die Schüler aus ihrem Tiefschlaf zu wecken. Um wieder auf die Person zurückzukommen: Sie schleppt stets einen übergroßen Koffer mit sich herum, in dem sie von Rügezetteln bis zum Lippenstift alle mögliche Dinge aufbewahrt. Unter anderem auch ein Ringbuch, ohne das sie auf Grund ihrer Vergeßlichkeit vermutlich völlig aufgeschmissen wäre. Leute, die sie noch von früher kennen, erinnern sich gerne an ihre ehemals zierliche Figur.

Ein weiteres Merkmal sind ihre nicht ganz parallel zueinander verlaufenden Füße. Ansonsten kann ich zu dieser nicht überaus hochgewachsenen, brünetten Person noch sagen, daß sie für einen Lehrer noch relativ dynamisch, selbstvertrauend und humorvoll wirkt. Welchen unserer über alles geliebten Lehrkörper habe ich wohl damit gemeint?

Jernea Remi 9 c aus Fabryziert 1/86

Stand: 15.12.2002

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