Der Meister himself


Memorabilien
an die Schulzeit
"at Fabry`s"

Die Schülerzeitung
SCHWARZ AUF WEISS

Eine besonderes Lebenszeichen einer Schülergemeinschaft ist auch die Herausgabe einer Schülerzeitung. Ich habe einige Exemplare der Ausgabe Mai 1972 - "SCHWARZ AUF WEISS", die gemeinsame Schülerzeitung der Wilhelmine-Fliedner-Schule und der Wilhelm-Fabry-Schule" erhalten, die ich hier erstmals aus der "Versenkung" holen will.

Fred Monheimius aus Hilden, einer der damaligen Zeitungsmacher, schreibt zur Historie:

" Die Idee ist wahrscheinlich auf Initiative von Frau Schwab (damals erste Lehrerin !) entstanden - es gab in der Vergangenheit schon mal eine Zeitschrift, die dann aber eingestellt worden ist - mangels Nachfrage.

Ich glaube, die hauptsächlichen Gründe zur Veröffentlichung waren folgende:

  • Mehr Selbstbewußtsein, es den Lehrern zu zeigen. Schließlich hatten wir noch alte "Komiss-Köppe", die drauflosschlugen.
  • Einführung von neuen Lehrern (jünger, weiblich) und neuen Methoden, somit Abschied von dem alten Mief
  • Umbruch in der Gesellschaft (68' er) mit viel mehr Freizügigkeit, damit Abschied von KKK (Kinder, Küche, Kirche)
  • Starkes (jugendliches) politisches Interesse - immerhin gab es Woodstock, Vietnam, erstarken der SPD mit Willy Brandt, kalter Krieg mit Moskau
  • Einführung von SSV in der Schule (SchülerSelbstVerwaltung)
Soviel meine Zellen hergeben, hatten wir keinen Mentor seitens der Lehrerschaft. Die Zusammenarbeit mit der Fliedner-Schule erfolgte über private Kontakte und aus finanziellen Gründen - ich glaube die Zeitschrift war dort erfolgreicher.
Die Zeitung gab es ca. 6 Monate mit großen Unterbrechungen (glaube ich jedenfalls) und die MacherInnen waren: "
von der Wilhelm-Fabry-Schule
Rolf Backhaus (*)
Jürgen Jancke
Fred Monheimius
Peter Noffke
Peter Wefing
sowie Gastbeiträge von Mitschülern (*bei Rolf hielten wir immer unsere Redaktionskonferenzen ab, heute ist er Handelsattachee in der Dom.-Rep.)
von der Wilhelmine-Fliedner-Schule
Silvia Backhaus
Petra Borghoff
Marita Klesper
Ute Koob
Anette Lohmann
Ute-Susi Schmitz
Karin Schulz


Schwarz auf Weiss im Spiegel seiner Zeit
von Uwe Adamski (10b von 1973)

An die in den späten Sechzigern/ frühen Siebzigern verlegte Schülerzeitschrift "Schwarz auf Weiß" erinnere ich mich noch recht gut. Damals spielte das Thema "SMV" (Schülermitverwaltung) bei Teilen der Schülerschaft im Zuge der 68er Bewegung eine gewisse Rolle.
Gewählte Schüler sollten an den Entscheidungsfindungen der Schule, z.B. bei Zeugnis- konferenzen, Beurteilungen einzelner Schüler usw. aktiv beteiligt werden. Von den Lehrern der älteren Generation wurden diese Forderungen meist lächelnd als Albernheiten pubertierender Bengels abgetan.

Nach meiner Erinnerung gab es einmal ein "Skandälchen", als in einer der Ausgaben ein Fabry- Lehrer aufgrund seiner Notengebung und seines persönlichen Verhaltens scharf angegriffen wurde.
Das Ganze wurde vom Lehrkörper äußerst mißbilligend aufgenommen und die entsprechende Ausgabe eingezogen.
Meines Erachtens ist "Schwarz auf Weiß" nicht zuletzt aufgrund des Desinteresses großer Teile der Schülerschaft wieder eingegangen. Die Exemplare wurden ja nicht kostenlos abgegeben, sondern wurden uns in der Pausenhalle oft regelrecht aufgedrängt, wobei auch an die Solidarität der Schüler appelliert wurde.
Das persönliche Taschengeld, soweit überhaupt vorhanden, war bei den meisten Schülern der damaligen Zeit noch überaus knapp bemessen. Darüber hinaus dürfte die überwiegende Mehrheit meiner Mitstreiter eher unpolitisch und neben den schulischen Pflichten mit den damals gängigen Hobbies beschäftigt gewesen sein.

Dennoch wird aus heutiger Sicht ein Einblick in die damaligen Ausgaben viele persönliche Erinnerungen wecken und einiges vom damaligen "Zeitgeist" meiner Schülergeneration widerspiegeln.




"SCHWARZ AUF WEISS"
1971 - 1972 die gemeinsame Schülerzeitung der Wilhelmine-Fliedner-Schule und der Wilhelm-Fabry-Schule"

48 Seiten (4,5 Seiten mit Werbung) im A 5 Format, geheftet, Verkaufspreis 0,30 DM, 1-spaltig, textlastig, kaum Absätze, schwer lesbar, einheitliche Schrift

Einige besondere Inhalte:

  • Moskauer Vertrag vom 12. August 1970
  • Geburtstagsliste der Lehrerinnen und Lehrer der Fliedner-Schule
  • Warum haben wir keinen schulfreien Samstag ?
  • Vorstellung des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums mit Fächerangebot
  • Klagen der Internatsschülerinnen
  • Ungerechte Notengebung
  • Fehler in der Differenzierung
  • Probleme in der Pausenaufsicht
  • Über den Umgangston einzelner Lehrer
  • Fernsehen in der Wilhelmine Fliedner Schule
  • Was sind die "Jesus People" ?
  • Auftritt der Gruppe Snoopies aus Hochdahl
  • Kleingärtnertips


Schwarz auf Weiss - Nr. 2 - November 1971 - 30 Pfennig

Von Herr Eckerth habe ich die Nr. 2 der gemeinsamen Schülerzeitung "Schwarz auf Weiss" (SuW) erhlaten. Die Redaktion zeigte Kontinuität:
Von der Fliedner war zusätzlich dabei Birgit Hammel, Dagmar Manneck, Bettina Ulrich. Dafür fehlten Sylvia Backhaus, Marita Klesper, Karin Schulz.
Die Fabryaner waren nur zu Dritt: Rolf Backhaus, Jürgen Jancke und Peter Wefing.

Diese Ausgabe Nr. 2 unterscheidet sich erheblich von der Nr. 3 (siehe oben). Nur 30 Seiten A 5 , davon 6,5 Seiten Werbung; lockeres, gutes Layout, lesefreundlich, zentrierte Überschriften. Dafür gleiches Cover (siehe oben)

Sauber recherchierte und sprachlich einwandfreie Artikel zu den Themen:

  • Hausaufgaben
  • Austritt aus dem Religionsunterricht
  • fehlender Politikunterricht
  • Vor- und Nachteile der Ganztagsschule
  • Patenkind der Fliedner-Schule in Indien
  • Lehrerportrait Direktor Clemens
  • Interview mit Herrn Kauls zum deutsch-niederländischen Schüleraustausch
  • Kreuzworträtsel mit Preisen
  • Geburtsdaten der Lehrer Fabry-Schule
  • Spielbericht Basketball der Schüler A-Jugend
Stand: 15.12.2002
[zurück]