Der Meister himself


Memorabilien
an die Zeit
"at Fabry`s"

Das fliegende Auto ?

Es begab sich aber zu der Zeit, als unsere sparsamen Lehrer des Zweiradfahrens und der Nutzung der Rheinbahn (heute ÖPNV) müde wurden, den Aufschwung in Deutschlands Automobilindustrie nutzten und sich von der Borgward-Gruppe in Bremen etwas Vierrädriges kauften, leasen gab es noch nicht, dafür liefen die "Augenweiden" auf Pump und mit Zweizylinder-Zweitakt-Motoren !

Dank an www.lloyd-motoren.de Fragen der Umweltfreundlichkeit eines Aggregates waren unbekannt, blauer Dunst und Treibstoffdurst wurden hingenommen, da die Alternativen unanständig teuer, auch nicht viel besser waren und ein Lehrergehalt meist überstiegen.

Nun fügte es sich , daß ein allseit geachteter Fremdsprachenlehrer aus einer Nachbarstadt mit einem neuen, seltsam blauen Gefährt - einem legitimen Nachfolger des Leukoplastbombers - zum Dienst in der Städt. Knabenrealschule Hilden anreiste, man kannte keine Parkplatzsorgen, man hatte ja den Schulhof.

"Wer den Tod nicht scheut, fährt Lloyd." (Volksmund)

Nach den Ah`s und Oh`s aller Unmotorisierten über den schicken Lloyd Alexander TS, ( 25 PS bei 565 kg-Leergewicht !) nahm das Unheil seinen Lauf.
Sicherlich war es Frühlingszeit und die Kräfte der jungen Burschen sprießten wie die Blätter an den Bäumen, der Humor war rheinisch geprägt und mit wenigen Handgriffen einer Handvoll Tuchnichtgute stand der kleine Wagen klammheimlich auf einmal quer zwischen zwei Bäumen hinter den WC-Anlagen.
Links kein Platz, rechts kein Platz, wie mag er wohl dahingekommen sein ? War er geflogen ?

Um dem herrlichen Unfug noch die Krone aufzusetzen, versammelten sich die Schüler leutselig um den kleinen aufgeregten Lehrer und boten ihre Hilfe an.
Perfide Gesinnung machte sich breit und mit einem ebensolchen Grinsen reparierten die "lieben Kleinen" den Standort des Kleinwagens (was sind schon 565 Kilo ?).
"Das war uns doch ein Vergnügen, lieber Herr K. "
"Bitte, bitte, gern geschehen. Jederzeit wieder , usw."

Der Pädagoge in ihm gewann die Oberhand, er machte gute Miene zum schrecklichen Spiel, und man ging als Freunde auseinander.

Da die Tat verjährt sein soll, hat sich jetzt ein "Handlanger" von damals - ohne erkennbare Anzeichen von Reue - gemeldet und angekündigt, weitere Geschichten beizutragen.
Seine grüblerische Selbstbesinnung:
"Wieso war ich eigentlich immer dabei - so brav wie ich heute bin .... :-) "
Dann harren wir mal der Stories, lieber NN.

Wer nun von diesem Auto mehr wissen will, das Internet bietet eine Fülle von Informationen, so daß den Älteren unter uns das Herz warm wird über die wilden 50iger des letzten Jahrhunderts, den spannenden Jahren der Automobilisierung Deutschlands.

Dietmar Jendreyzik (nur Augenzeuge, mehr nicht: großes Fabryaner-Ehrenwort !)

Die Linkliste zum Wunderauto von 1958:
Lloyd-Alexander
Lloyd Motoren
Borgward Interessengruppe

Stand: 05.05.2002

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