Der Meister himself


Portrait von Lehrer Herbert Gödde

Herbert Gödde

geb. 1927 in Lünen an der Lippe als Sohn des Volksschullehrers Josef Gödde und seiner Ehefrau Maria geb. Heinrichs als erstes von acht Kindern.

Einschulung April 1933 in die Weddingen-Eintracht-Schule zu Lünen-Süd. Nach mehreren Umzügen wegen der Kriegswirren wurde er am 1.1.1945 in die Wehrmacht einberufen und kam am 13.4.1945 in Mitteldeutschland (heute Ostdeutschland) in amerikanische Kriegsgefangenschaft.

Bis zum Wiederbeginn des Schulunterrichtes im November 1945 arbeitete er als Knecht auf einem Bauernhof, besuchte dann einen Sonderlehrgang zur Erlangung der Hochschulreife an der Oberschule für Jungen in Altena, Abitur im September 1946. Von Dezember 1946 an Studium an der Pädagogischen Akademie/Lüdenscheid. Während der Studienzeit war er in der ASTA für den Sozialbereich zuständig.

Am 1948 legte er die Prüfung für das Lehramt an Volksschulen ab. 1954 Eheschliessung mit Gisela Käsebrink aus Plettenberg-Landemert. Zwei Söhne und ein Tochter entsprossen dieser Verbindung, die auch im Schuldienst sind.

Studium an der Pädagogischen Akademie Lüdenscheid vom Dezember 1946 bis Juli 1948. Prüfung für das Lehramt an Volksschulen am 23.7.1948. Erste Anstellung am 1.5.1949 Einweisung in die neu eingerichtete zweite Lehrerstelle an der Dorfschule Landemert, da die Schülerzahl in der damals einzigen Klasse auf 96 angewachsen war. Dabei durfte er vier jüngere Geschwister unterrichten.

Am 1.4.1951 Einweisung in eine Lehrerstelle an der Martin-Luther-Schule in Plettenberg.

1958 Prüfung für das Lehramt an Realschulen nach Vorbereitungskursen in Hagen in den Fächer Biologie und Erdkunde.
1.4.1960 Einweisung in eine Lehrerstelle an der Städtischen Realschule für Jungen in Hilden bis zum Ruhestand am 31.7.1989.

Neben den Prüfungsfächern Biologie und Erdkunde auch Unterricht in den Fächern Musik, Sport, Deutsch, Werken, Kunst und Evangelische Religionslehrer, dazu Sozial- und Wirtschaftskunde.

1962 bis 1980 Bewirtschaftung des Schulgartens bei der Schule. Zur Fortbildung Besuch der Wochenendkurse des "Seminars für werktätige Erziehung" in Düsseldorf zur Erlangung der Fakultas Kunst/Werken von 1952 bis 1967.

Vom Mai 1970 bis Dezember 1971 Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften des Landesinstitutes für schulpädagogische Bildung zur "Ausbildung von Sozial- und Wirtschaftslehrern der Realschule." Nach einem Lehrgang am Pädagogisch-Theologischen Institut (PTI) der ev. Kirche in Villigst/Ruhr 1964 die "Notfakultas" im Fach Religionslehre für Realschulen.

"Fernstudienlehrgang für ev. Religionslehre" des Dt. Instituts für Fernstudien an der Uni Tübingen mit Direktseminaren im PTI der EKiR in Bad Godesberg vom 1972 - 1974 zum Erlangen der vollen Fakultas für das Fach Religion

Mehrere Studienwochen für Biologie in der Landesstelle MNU in Recklingshausen und für Sport in Duisburg-Wedau.
Teilnahme am Funkkolleg des Dt. Instituts für Fernstudien an der Uni Tübingen: 1979 "Umwelt und Gesundheit";
1981: "Praktische Philosophie/Ethik", 1984: "Religion".
Mehrere Jahre Beratungslehrer, Mitglied des Lehrerrates und der Schulkonferenz.

(Auszug aus seinem Lebenslauf mit seiner freundlichen Genehmigung)

Aus unserem Gästebuch:
9. Februar 2016

Michael vom Hagen (ehem. Brettschneider)
Thema: Herbert Gödde

Kommentar: Herrn Gödde kannten wir (Entlassjahrgang 1979) eher als "Beppo". Ich hatte ihn in Biologie und "SoWi" (SK).
Das Verhältnis zu ihm war nicht ganz konfliktfrei, was sich u.a. an zahlreichen Rügen und einem Tadel zeigte, die ich in meiner Schulzeit erhielt.
In den Pausen tauchte er auch regelmäßig an der "Berliner Ecke" auf und unterbrach unseren Rauchgenuss.

Erinnern kann ich mich auch noch an die von ihm verordnete "Beduinenwache", Nachts im Schullandheim in Bergneustadt. Sein Unterricht in SoWi, das zeigte sich mir vor allem auch später an der FOS, war anspruchsvoll und wirklich gut.

13. Februar 2016

Uwe Adamski

Thema: Die Entstehung von Herbert Gödde`s Spitznamen

Kommentar: Für alle, die es noch nicht wußten oder nicht mehr wissen: in den 60er Jahren gab es im Vorabendprogramm des WDR eine humoristische Krimireihe namens "Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger".
Der Protagonist dieser Serie, der Münchner Schauspieler Beppo Brem, besaß eine gewisse ähnlichkeit mit unserem Pädogogen Herbert Gödde. Von daher also die Entstehung des Spitznamens.

Überrascht war ich zu hören, daß Herbert Gödde noch aktiver Kriegsteilnehmer war. In der Riege der uns zwischen 1967 und 1969/ 70 unterrichtenden Lehrer hielt ich ihn eher für den "Benjamin" und damit für einen Angehörigen der "weißen Jahrgänge".
Auffallend war, daß er sich in diesem Zeitrahmen bereits mit Umweltfragen beschäftigte. Für den Normalbürger war dies in dieser Zeit noch kein Thema.

Stand: 18.02.2016

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